Alles Wichtige im Überblick
Für etwas Abwechslung im Napf kannst du deinem Vierbeiner hin und wieder etwas Obst und Gemüse anbieten. Allerdings eignet sich nicht jede Sorte für die Fütterung und bei manchen Lebensmitteln kommt es auf den Reifegrad oder die Zubereitung an. Während beispielsweise Karotten, Gurken und reife Erdbeeren in geeigneter Menge verfüttert werden können, sind Weintrauben und Rosinen für Hunde tabu. Auch bei Tomaten, Paprika und Pilzen solltest du genau hinschauen. In diesem Ratgeber findest du eine Übersicht über geeignete Obst- und Gemüsesorten, wichtige Sicherheitshinweise und Tipps für die richtige Zubereitung. Grundsätzlich gilt die 10-%-Regel: Alles, was du deinem Hund an Obst oder Gemüse gibst, sollte maximal 10 % seiner täglichen Kalorien ausmachen.
Geeignet sind:
Gemüsesorten für Hunde |
Obstsorten für Hunde |
| Brokkoli (in kleinen Mengen) | Apfel (ohne Kerngehäuse oder Stiel) |
| Erbsen | Banane |
| Gurke | Birne |
| Karotten | Blaubeeren |
| Kürbis | Erdbeeren |
| Paprika | Pfirsich (nur Fruchtfleisch) |
| Tomaten | Pflaume (nur Fruchtfleisch) |
| Zucchini | Wassermelone |
Diese Lebensmittel solltest du auf keinen Fall füttern
- Weintrauben und Rosinen
- Zwiebeln, Lauch und Knoblauch
- Avocado
Gemüse für Hunde
Wenn du nach einer Ergänzung für den Speiseplan deines Hundes suchst, eignet sich Gemüse als Snack für zwischendurch. Welche Sorten geeignet sind und ob sie roh oder gegart verfüttert werden sollten, unterscheidet sich jedoch.
Karotten, Gurke und Zucchini
Gurke ist für Hunde wunderbar verträglich und kann auch mit Schale gefüttert werden, wenn du auf Bio-Qualität achtest. Zucchini darf dein Hund sowohl roh als auch gedünstet fressen. Wichtig ist allerdings, darauf zu achten, dass du keine bittere Zucchini fütterst.
Karotten sind sowohl roh als auch gekocht geeignet und können geraspelt oder püriert angeboten werden. Gekocht werden sie besonders gut vertragen und eignen sich auch hervorragend als Schonkost für die sogenannte Morosche Karottensuppe.
Paprika und Tomaten
Bei Paprika und Tomaten sind der Reifegrad und die Pflanzenteile entscheidend. Grüne, unreife Tomaten und grüne Pflanzenteile sollten Hunde nicht fressen. Bei Paprika sollte ebenfalls auf reife Früchte und ausschließlich rote Paprika geachtet werden, da diese am wenigsten Solanin enthalten. Strunk, Kerne und alle weißen Innenhäute müssen entfernt werden, da sie nur schwer verdaulich sind. Sowohl Paprika als auch Tomaten solltest du ausschließlich in kleinen Mengen füttern.
Kürbis, Brokkoli und weitere Gemüsesorten
Auch Kürbis und Brokkoli können in gekochter Form gefüttert werden, da sie sonst nur schwer verdaulich sind und roh zu Blähungen führen.
Beim Kürbis solltest du darauf achten, keine Zierkürbisse zu füttern, sondern ausschließlich essbare Sorten wie Hokkaido oder Butternut anzubieten. Entkerne den Kürbis und schneide ihn in Stücke. Anschließend kochen und püriert oder in kleinen Würfeln ein paar Teelöffel unter das Futter mischen. Hier findest du weitere Infos in unserem Blog zum Thema Kürbis für Hunde.
Brokkoli solltest du gründlich waschen und in kleine Röschen schneiden, bevor du ihn ohne Salz oder Öl kochst. Als Snack kannst du deinem Hund 2-3 Röschen neben seinem Hauptfutter anbieten.
Obst für Hunde
Viele Obstsorten können Hunde in kleinen Mengen als Ergänzung oder gelegentliche Belohnung bekommen. Dabei sollten Kerne, Steine und unverträgliche Pflanzenteile je nach Obstsorte entfernt werden. Obst enthält außerdem natürlichen Zucker und sollte deshalb nicht unbegrenzt verfüttert werden.
Äpfel, Bananen und Birnen
Äpfel und Birnen sollten ohne Kerne und Kerngehäuse angeboten werden. Bananen eignen sich eher in kleinen Mengen, da sie vergleichsweise viel Zucker enthalten.
Erdbeeren
Erdbeeren können für Hunde eine leckere Ergänzung sein, wenn sie frisch, reif und gründlich gewaschen sind. Hier findest du dazu ausführlichere Infos.
Weintrauben und Rosinen
Nicht jedes Obst ist für Hunde ungefährlich. Weintrauben und Rosinen können schwere Vergiftungen verursachen, da sie für den Hundekörper giftige Stoffe enthalten.
Häufig gestellte Fragen zu Obst und Gemüse für Hunde
Welches Obst und Gemüse dürfen Hunde essen?
Viele Sorten wie Karotten, Gurken, Zucchini, Äpfel oder Erdbeeren können in geeigneter Form und Menge verfüttert werden. Andere Lebensmittel sind ungeeignet oder giftig. Deshalb sollte jede Sorte einzeln eingeordnet werden.
Dürfen Hunde Paprika essen?
Das hängt unter anderem vom Reifegrad ab. Grüne, unreife Paprika sollte nicht verfüttert werden. Bei geeigneter, reifer Paprika sind Sorte, Zubereitung und Menge zu berücksichtigen.
Dürfen Hunde Tomaten essen?
Reife Tomaten ohne grüne Pflanzenteile sind anders zu bewerten als unreife, grüne Tomaten oder Blätter und Stängel der Pflanze. Unreife Tomaten und grüne Pflanzenteile sollten Hunde nicht fressen.
Dürfen Hunde Zucchini essen?
Ja, geeignete Zucchini kann Hunden angeboten werden. Sie darf keinesfalls bitter schmecken, da bittere Zucchini gesundheitsschädliche Bitterstoffe enthalten können.
Dürfen Hunde Pilze essen?
Bei Wildpilzen ist besondere Vorsicht geboten, weil giftige Arten lebensgefährlich sein können. Selbst gesammelte Pilze sollten deshalb nicht an Hunde verfüttert werden.
Dürfen Hunde Erdbeeren essen?
Reife, gründlich gewaschene Erdbeeren können in kleinen Mengen verfüttert werden. Weitere Informationen findest du in unserem ausführlichen Beitrag über Erdbeeren für Hunde.
